Blanko Blog

Die Welt nimmt Anteil am Schicksal von Blankomat

Er ist jung, er ist schön, er hatte alle Chancen – und jetzt bockt er rum; seit ein paar Wochen twittert er überhaupt nichts mehr. Was sind die Gründe?

Schlimm!

Der öffentliche Druck nimmt seit Mitte Dezember 2009 zu. Insider berichten, es habe bereits vor Weihnachten Anfragen von besorgten Nachbarn gegeben, im Januar 2010 soll zudem eine Anzahl von E-Mails im “einstelligen Bereich” mit entsprechenden Hinweisen gelöscht worden sein.

Agenturführung reagiert schnell, fair und verweist auf  Verträge

Auf Nachfrage einer Düsseldorfer Schülerzeitungsredaktion weist der Tschechische Technische Direktor von Blanko in einer ersten Stellungnahme jegliche persönliche Verantwortung für die Affäre von sich: “Von einer Fehlfunktion kann überhaupt nicht die Rede sein. Und wenn doch – dann wäre das ein Konstruktionsmangel, für den problemlos der Praktikant in Regress genommen werden könnte.”

+++ Eilmeldung +++

12.01.2009, 22:55 Uhr: Technischer Direktor von Blanko setzt neutrale Untersuchungskommission unter seinem Vorsitz ein. Mit Ergebnissen sei noch im Jahr 2010 zu rechnen.

Markus Lezaun | 12.01.2010 | Blankomat | Keine Kommentare

Zeitlos schöne Oberbekleidung

Wegen der großen Nachfrage gibt es jetzt auch T-Shirts vom weltberühmten Blankomaten.

Markus Lezaun | 06.05.2009 | Blankomat | 2 Kommentare

Spass: Das Interview zur twitternden Kaffeemaschine von Blanko

Twitter wird überschätzt – aber man kann damit merkwürdige Sachen machen. Robin Wauters vom renommierten US-Magazin TechCrunch sprach mit Markus Lezaun auf der Next-Conference im Mai 2009 über den Blankomat – das ist eine Kaffeemaschine, die bei Blanko in der Küche steht und immer dann eine Textnachricht sendet, wenn ein Kaffee gebrüht wird  (“Bitteschön”) oder aktuell das Wasser alle ist (“Wassertank füllen”).

add. 06.05.09, 06:55: jetzt auch auf japanisch…

noch mehr feedback:

> AccMan
> Uni Graz
> Krgand Online News
> http://blog.sozwi.de
> blippitt.com
> foto auf der next09

Dirk Uhlenbrock | 05.05.2009 | Blankomat, Projekte, Video, ausser Haus | 1 Kommentar

Die twitternde Kaffeemaschine

Blankomat - Die twitternde Kaffeemaschine

Twitter ist wundervoll. Oder auch: Ein völliger Unsinn und bloß ein Zeit fressendes Monster, das keiner braucht. Aber irgendwie ist Twitter erstaunlich: Ich z.B. interessiere mich ein bißchen für Radsport und wenn ich früher mal „Lance Armstrong“ hörte, dachte ich an falschen Ehrgeiz, Doping undsoweiter – der Typ war mir jahrelang komplett unsympathisch.

Vor einigen Wochen abonnierte ich dennoch seine Tweets, auch weil ich sonst nicht so viele Leute kenne, die Twitter nutzen. Ich wollte mal gucken, was der so schreibt. Voila: Er freut sich über sein neues Rad, er fährt seine Kinder morgens in den Kindergarten, friert sich die Finger ab beim radeln und ist stolz, dass er auch mal eine Fahrt von fünfeinhalb Stunden durchgehalten hat. Und er erzählte letzte Woche über Twitter auch seine Version von einer Dopingkontrolle. Ich weiss, dass ich davon keine Ahnung habe – aber ich hielt Armstrong bislang immer für einen Betrüger und jetzt glaube ich, a.) dass Armstrong nicht lügt und dass er b.) doch eigentlich ein Nice Guy ist.

Wie kommt das? Ich bin 40. Ich definiere mich auch über meine Abneigung zu bestimmten popkulturellen Themen. Den F.C. Bayern, Johannes B. Kerner, die Musik von Bonjovi, Werbung von Scholz & Friends, die Bild-Zeitung – all das mag ich nicht. Lance Armstrong mochte ich jahrelang genausowenig – und jetzt, nach ein paar Wochen twitterlesen, plötzlich doch.

Schon komisch, das alles – und eigentlich eher ein Thema fuer den Feuilleton.

Egal. Vor drei Wochen wollte die Betreuungslehrerin unseres Schülerpraktikanten Simon Schwär nach der Hälfte seines Praktikums wissen, ob denn alles klappen würde. Wir lachten viel und erzählten ihr fröhlich, dass gar nichts so laufen würde, wie es geplant war: Sein eigentliches Projekt hatte sich in Luft aufgelöst – dafür mußte er von jetzt auf nachher auf zwei Jobs gleichzeitig als Programmierer einspringen. Bevor die Dame ging, machten wir noch Witze darüber, dass Simon auch noch unsere Kaffeemaschine an Twitter anschliessen müsste, bevor sein Praktikum beendet ist.

Genau das hat er getan. Arbeitsaufwand: Zwei Tage.

Benötigte Hardware: 1 Kaffeemaschine, 1 alter Mac, 1 Pinselstil aus Holz (…als Kamerahalter), eine Webcam von Conrad (19,00 Euro) und etwas Klebefilm.

Softwareseitig funktioniert das Dings so: Die Webcam wird von “macam” angetrieben, die Bilder werden vom Terminal “wacaw” gemacht, anschliessend mit “ImageMagick” bearbeitet und verglichen und die Ergebnisse werden als Text über die Twitter API “cURL” ausgegeben. Das Ganze wird zusammengehalten von einem PHP-Script, das im Terminal läuft.

Betrachten kann man sich das Ergebnis hier: twitter.com/blankomat.

Seit gestern funktioniert es. Es gibt bereits erste Fans und Beschimpfungen – womit wir wieder bei den grundsätzlichen Fragen wären. Ist das gut? Ist es Quatsch? Meinungen gibt es viele, die Wahrheit kennt nur der Wal.

Markus Lezaun | 16.04.2009 | Blankomat | 9 Kommentare